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Korallen als CodyCross-Lösung: Warum der Begriff passt
Die CodyCross-Frage „Pilzarten mit vielen verzweigten Fruchtkörpern“ zielt auf Korallen. Der Begriff beschreibt die auffällige Gestalt dieser Pilzgruppe treffend: Aus einem kurzen Stiel wachsen zahlreiche Äste, die sich weiter teilen und an eine Unterwasserkoralle erinnern.
Gemeint sind vor allem Korallenpilze aus der Gattung Ramaria. Ihre Fruchtkörper können je nach Art wenige Zentimeter oder deutlich über 20 Zentimeter hoch werden. Die Äste sind oft gelb, ocker, rosa, violett, grau oder bräunlich gefärbt. Manche Spitzen bleiben rundlich, andere wirken wie abgeschnitten. Solche Merkmale helfen bei der Einordnung, reichen aber nicht für eine sichere Artbestimmung.
In der alphabetischen Pilzübersicht erscheinen unter anderem die Abgestutzte Koralle sowie die Amethystfarbene Koralle, auch Violette Koralle genannt. Beide tragen ihren Namen wegen der korallenähnlichen Verzweigung. Die Bezeichnung ist also keine bloße Rätselhilfe, sondern verweist auf ein echtes Formmerkmal.
Wichtig bleibt die Abgrenzung: „Koralle“ ist im Pilzbereich kein einheitlicher Speisewert. Einige Arten gelten als ungenießbar, andere werden regional unterschiedlich bewertet. Die CodyCross-Lösung benennt daher die Pilzgruppe, nicht automatisch einen essbaren Fund. Wer einen verzweigten Pilz im Wald entdeckt, sollte ihn nur nach vollständiger Bestimmung beurteilen.
Die Kurzantwort für das Rätsel lautet damit schlicht: Korallen.
Korallenpilze der Gattung Ramaria im Überblick
Die Gattung Ramaria umfasst korallenartig wachsende Ständerpilze mit einem gemeinsamen, meist kurzen Ansatz und einem stark verzweigten Fruchtkörper. Biologisch gehören sie zur Ordnung der Gomphales. Ihre Äste entstehen aus einem zentralen Strunk und teilen sich je nach Art wiederholt. Dadurch wirken manche Exemplare wie kleine Bäumchen, andere eher wie dichte Büsche.
Für die Einordnung zählt das gesamte Merkmalbild. Die Astfarbe kann sich mit dem Alter verändern. Auch Druckstellen, Trockenheit und Frost verfälschen den ersten Eindruck. Fachleute prüfen deshalb zusätzlich Spitzenform, Verzweigungsart, Oberfläche, Konsistenz sowie die Farbe des Fleisches im Anschnitt.
- Wuchsform: aufrecht, sparrig, breit ausladend oder kompakt
- Astspitzen: rundlich, zugespitzt oder auffällig abgestutzt
- Farbe: oft gelblich, ocker, rosafarben, violett oder cremefarben
- Fleisch: meist brüchig bis faserig; bei älteren Fruchtkörpern härter
- Standort: je nach Art auf dem Boden, bei Laubbäumen oder im Nadelwald
Die Arten leben überwiegend als Mykorrhizapilze mit Bäumen. Ihr unterirdisches Myzel verbindet sich dabei mit den Feinwurzeln des Wirts. Deshalb lassen sich viele Ramaria-Arten nicht einfach wie ein Austernseitling auf Stroh oder Holz kultivieren. Der Fruchtkörper ist nur der sichtbare Teil eines weit größeren Systems im Boden.
Die Gattung ist taxonomisch anspruchsvoll. Ähnliche Farben und Formen kommen bei mehreren Arten vor, während ältere deutsche Namen nicht immer einheitlich verwendet werden. Für eine belastbare Bestimmung sind daher Sporenmerkmale, chemische Reaktionen, Mikroskopie und heute oft auch DNA-Daten nötig. Ein einzelnes Foto genügt meist nicht; das wird bei Korallen schnell unterschätzt.
Ein bekanntes Beispiel ist die Abgestutzte Koralle, die in Übersichten der Ramaria-Gruppe zugeordnet wird und dort als ungenießbar gilt. Die Amethystfarbene Koralle wird ebenfalls unter Ramaria geführt; ihr violetter Farbton macht sie auffällig, ist aber kein sicherer Artbeweis.
Korallenpilze und verwandte Arten im Vergleich
| Pilzart oder Gruppe | Typische Merkmale | Lebensweise oder Standort | Speisewert laut Übersicht | Zuchteignung |
|---|---|---|---|---|
| Korallenpilze der Gattung Ramaria | Viele verzweigte, baum- oder buschförmige Äste; unterschiedliche Farben | Überwiegend Bodenpilze und Mykorrhizapilze bei Bäumen | Artabhängig; nicht pauschal essbar | Schwierig, da häufig eine Symbiose mit lebenden Bäumen erforderlich ist |
| Abgestutzte Koralle | Mehrfach verzweigte Äste mit häufig stumpfen oder abgeflachten Spitzen | Am Boden in passenden Waldlebensräumen | Ungenießbar | Für Hobbyzüchter kaum geeignet |
| Amethystfarbene Koralle | Violette bis lilafarbene, mehrfach verzweigte Fruchtkörper | Je nach Art und Standort in unterschiedlichen Wäldern | Essbar 4 – mittelmäßiger Mischpilz; sichere Bestimmung erforderlich | Anspruchsvoll und nicht mit gewöhnlichen Substratpilzen vergleichbar |
| Keulenpilze | Meist unverzweigte, keulenförmige Fruchtkörper; teilweise wenige Äste | Auf dem Boden oder an organischem Material | Artabhängig | Je nach Art unterschiedlich, oft einfacher als bei Mykorrhizapilzen |
| Abgestutzte Riesenkeule | Kräftiger, keulenförmiger Körper mit deutlich weniger Verzweigungen als Korallen | Typischerweise auf dem Waldboden | Artabhängig | Keine typische einfache Speisepilzzucht |
| Korallenähnliche Kulturpilze | Verzweigte Form, aber nicht zwingend echte Ramaria-Arten | Auf künstlichen Substraten möglich | Nur nach eindeutiger Artbestimmung bewerten | Teilweise besser geeignet als echte Ramaria-Arten |
Abgestutzte Koralle: Merkmale und Speisewert
Die Abgestutzte Koralle wird in der genannten Übersicht den Korallenpilzen (Ramaria) zugeordnet. Ihr deutscher Name weist auf ein auffälliges Detail hin: Die Enden vieler Äste erscheinen nicht fein zugespitzt, sondern stumpf oder wie gekappt. Dieses Merkmal kann jedoch je nach Alter, Witterung und Entwicklungsstadium unterschiedlich deutlich sein.
Der Fruchtkörper wächst meist aufrecht aus einem gemeinsamen Ansatz. Die einzelnen Zweige bilden ein dichtes, baumartiges Geflecht. Für eine Bestimmung sollte man den Pilz vollständig betrachten und nicht nur einzelne Astspitzen prüfen. Standort, Grundfarbe, Verzweigung und Fleisch gehören zusammen.
- Fruchtkörper mit gemeinsamem, kräftigerem Basisteil
- mehrfach geteilte Äste mit teils stumpfen Enden
- baum- bis buschähnlicher Gesamteindruck
- Veränderungen der Farbe und Festigkeit bei älteren Exemplaren
Die Art ist in der Übersicht mit F – ungenießbar gekennzeichnet. Sie sollte daher nicht für die Küche gesammelt werden. Diese Einstufung lässt sich nicht auf jede ähnlich geformte Koralle übertragen, denn nah verwandte Ramaria-Arten können äußerlich sehr ähnlich wirken.
Eine sichere Zuordnung gelingt oft nur mit Fachliteratur, mikroskopischen Merkmalen und der Prüfung des Fundortes. Ein einzelnes Foto von oben zeigt zu wenig: Unterseite, Basis, Anschnitt und Farbverlauf der Äste liefern wichtige Zusatzinformationen. Bei Unsicherheit bleibt der Fund besser im Wald.
Amethystfarbene Koralle: Farbe, Form und Einordnung
Die Amethystfarbene Koralle, auch Violette Koralle genannt, fällt durch ihre violett bis lilafarbene Tönung auf. Der Farbton kann an den Spitzen stärker wirken als an der Basis. Bei jungen Exemplaren erscheint er oft klarer, während Alter, Trockenheit und Regen die Oberfläche blasser oder bräunlicher machen.
Ihr Fruchtkörper erinnert an ein kleines Geäst. Viele schmale Zweige gehen von einem gemeinsamen unteren Bereich aus und teilen sich mehrfach. Die Äste können dicht gedrängt stehen oder locker auseinanderlaufen. Für die Einordnung sind neben der Farbe auch Aststärke, Spitzenform, Verzweigungswinkel und die Reaktion des Fleisches beim Druck relevant.
- Farbwirkung: violett, lila oder amethystfarben, oft mit wechselnder Intensität
- Struktur: mehrfach verzweigter, aufrechter Fruchtkörper
- Oberfläche: glatt bis leicht uneben, bei älteren Funden häufig matter
- Fleisch: empfindlich und bei Druck oder Transport leicht verletzbar
In der alphabetischen Übersicht steht die Art bei den Korallen (Ramaria). Dort wird sie als Essbar 4 – mittelmäßiger Mischpilz geführt. Diese Einstufung ist keine sichere Verzehrfreigabe. Bei Korallenpilzen können ähnlich gefärbte Arten vorkommen, deren Verträglichkeit und Speisewert abweichen.
Die violette Farbe allein genügt deshalb nicht für eine Bestimmung. Sinnvoll sind mehrere Fotos aus verschiedenen Winkeln, ein Blick auf die Basis und eine genaue Notiz zum Standort. Für den Verzehr sollte nur eine fachkundig bestätigte Art infrage kommen. Bei einem unklaren Fund gilt: lieber stehen lassen.
Die auffällige Färbung macht die Amethystfarbene Koralle zu einem reizvollen Beobachtungsobjekt. Für die wissenschaftliche Einordnung bleibt sie trotzdem ein schwieriger Fall, weil Farbtöne unter natürlichen Bedingungen stark schwanken können.
Verzweigte Fruchtkörper von Korallen sicher erkennen
Eine sichere Bestimmung verzweigter Korallenpilze beginnt mit dem kompletten Fundstück. Nicht nur die Äste zählen. Hebe den Fruchtkörper vorsichtig mit der Basis aus dem Boden, ohne ihn zu zerreißen. Gerade die Ansatzstelle kann wichtige Hinweise liefern.
- Wuchsbild: Prüfe, ob die Äste aus einem klaren Hauptstamm wachsen oder direkt aus mehreren getrennten Basen kommen.
- Verzweigung: Achte auf gegenständige, wechselständige oder unregelmäßige Teilungen.
- Spitzen: Runde, spitze oder abgeflachte Enden unterscheiden manche Formen deutlich.
- Oberfläche: Suche nach glatten, bereiften, längsrunzeligen oder verletzlichen Bereichen.
- Basis: Notiere Farbe, Dicke, Filz und mögliche Verfärbungen am unteren Ende.
- Geruch: Rieche erst an einem frischen, unverletzten Stück. Ein Mehl-, Rettich- oder säuerlicher Ton kann als Zusatzmerkmal dienen.
Auch der Anschnitt ist aufschlussreich. Schneide ein kleines Stück längs durch und beobachte, ob das Fleisch sofort oder erst nach einigen Minuten seine Farbe ändert. Drücke anschließend vorsichtig auf einzelne Äste. Manche Korallen reagieren mit einer verzögerten Braun-, Rot- oder Grauverfärbung.
Der Standort ergänzt das Bild, ersetzt aber keine Bestimmung. Schreibe Baumarten in der Nähe, Bodenart, Feuchtigkeit und Höhe des Fundortes auf. Ein Exemplar unter Buche ist ökologisch anders einzuordnen als ein ähnlicher Fruchtkörper in einem sauren Fichtenbestand.
Für gute Fundfotos eignen sich vier Ansichten: Gesamtbild, Seitenansicht, Basis und Nahaufnahme der Astspitzen. Ein Maßstab, etwa ein Lineal, macht die Größenangabe nachvollziehbar. Die Bilder sollten bei Tageslicht entstehen und keine starke Farbkorrektur erhalten.
Wichtig: Die äußere Ähnlichkeit reicht bei Korallenpilzen nicht für eine Essensfreigabe. Sporenpulver, mikroskopische Strukturen und gegebenenfalls chemische Reaktionen können nötig sein. Bis zur fachkundigen Klärung bleibt der Fund unberührt und wird nicht probiert.
Korallen und ähnliche Keulenpilze unterscheiden
Korallenpilze und Keulenpilze wirken auf den ersten Blick ähnlich. Für eine Trennung hilft jedoch die Art der Verzweigung: Korallen bilden meist ein reiches, baumartiges Geäst. Keulenpilze wachsen dagegen häufig als einzelne, unverzweigte Stäbe oder als wenige kräftige Äste.
Ein gutes Beispiel liefert die Abgestutzte Riesenkeule. Sie gehört zur Keulengruppe und besitzt einen deutlich kräftigeren, keulenförmigen Körper. Ihre Verzweigungen bleiben meist begrenzt. Eine Ramaria-Koralle wirkt dagegen stärker aufgefächert und besitzt zahlreiche kleinere Seitenäste. Der Übergang ist allerdings nicht immer scharf, daher sollte man nicht nach einem einzigen Merkmal urteilen.
- Korallenpilze: viele Seitenäste, oft feines und unregelmäßiges Geäst
- Riesenkeulen: dickere Hauptkörper, meist deutlich weniger Verzweigungen
- Fadenscheibchen und Tentakelkeulchen: oft sehr zarte, fadenartige Strukturen
- Drüslinge: eher gallertige oder knorpelige Fruchtkörper, nicht wie festes Pilzgeäst
Auch die Konsistenz schafft Abstand. Ramaria-Fruchtkörper fühlen sich häufig brüchig oder faserig an. Keulen können elastischer und kompakter wirken. Bei gallertartigen Formen ist die Oberfläche dagegen weich, glänzend oder wässrig. Solche Eindrücke sollten nur an einem kleinen, nicht für den Verzehr vorgesehenen Stück geprüft werden.
Der Querschnitt kann weitere Hinweise liefern. Bei manchen Keulen ist der Fruchtkörper innen vergleichsweise gleichmäßig aufgebaut. Korallen zeigen dagegen oft einen zentralen Strunk, aus dem die Äste sichtbar hervorgehen. Farbe und Größe bleiben Ergänzungen, denn Umwelt und Alter verändern beide.
Für eine belastbare Zuordnung empfiehlt sich ein Vergleich mit einem Bestimmungsschlüssel, der Sporenform, Fruchtkörperstruktur und ökologische Daten einbezieht. Verwechslungsschutz geht vor Küchenwert: Selbst wenn ein Pilz wie eine harmlose Koralle aussieht, ist eine Mahlzeit ohne sichere Bestätigung keine gute Idee.
Zucht von Korallenpilzen: Möglichkeiten und Grenzen
Die gezielte Zucht echter Korallenpilze ist deutlich schwieriger als die Kultur vieler holzbewohnender Speisepilze. Der Hauptgrund liegt in ihrer Lebensweise: Viele Vertreter der Gattung Ramaria leben als Mykorrhizapilze in Verbindung mit Bäumen. Ihr Myzel benötigt also nicht nur ein nährstoffreiches Substrat, sondern ein lebendes Wurzelsystem und passende Bodenbedingungen.
Eine kontrollierte Kultur beginnt deshalb eher mit einer ökologischen Nachbildung als mit einem einfachen Zuchtblock. Erforderlich sind ein geeigneter Wirt, ein lockeres Substrat mit organischem Material, stabile Feuchtigkeit und ein gut belüfteter Wurzelraum. Kleine Abweichungen bei pH-Wert, Temperatur oder Bodenstruktur können das Wachstum bremsen. Fruchtkörper erscheinen dann oft gar nicht, obwohl das Myzel vorhanden ist.
Im professionellen Bereich werden Korallenpilze vor allem für Forschung, Artenschutz und die Untersuchung von Mykorrhiza-Systemen kultiviert. Dafür kommen Reinkulturen aus Sporen oder Gewebestücken infrage. Die Übertragung auf ein Wurzelsystem erfolgt unter möglichst keimarmen Bedingungen. Eine erfolgreiche Besiedlung bedeutet allerdings noch nicht, dass später korallenartige Fruchtkörper entstehen.
- Myzelphase: Das Pilzgeflecht muss zunächst das Substrat oder die Wurzelzone besiedeln.
- Symbiosephase: Der Pilz benötigt einen passenden lebenden Partner und Austausch von Nährstoffen.
- Auslösereize: Feuchtewechsel, Temperaturverlauf und Luftaustausch können die Fruchtbildung beeinflussen.
- Fruchtkörperbildung: Sie bleibt bei vielen Arten unzuverlässig und kann lange ausbleiben.
Für Hobbyzüchter ist die Vermehrung über Sporen besonders unsicher. Die Keimung verläuft nicht immer gleich, und genetisch unterschiedliche Typen können sich nur schwer zu einem fruchtungsfähigen Myzel verbinden. Auch ein im Handel erhältliches Kulturset mit dem Namen „Korallenpilz“ muss nicht zwingend eine echte Ramaria-Art enthalten. Häufig handelt es sich um andere, leichter kultivierbare Pilze mit ähnlicher Form.
Wer Korallenpilze beobachten möchte, fährt meist besser mit einer dokumentierten Freilandkultur: geeignete Waldstandorte schützen, Bodenverdichtung vermeiden und die natürliche Baumgemeinschaft erhalten. Das Ausbringen unbekannter Sporen oder Kulturen ist dagegen keine gute Idee. Es kann heimische Pilzgemeinschaften stören und je nach Ort gegen Naturschutz- oder Pflanzenschutzregeln verstoßen.
Realistische Einschätzung: Eine zuverlässige Ernte wie bei Austernseitlingen oder Shiitake ist bei echten Korallenpilzen derzeit kein einfaches Heimprojekt. Die Zucht ist möglich, aber stark von der Art und ihrer Symbiose abhängig. Für die Küche sollte man deshalb keine selbst erzeugte Koralle verwenden, wenn Herkunft, Art und Speisewert nicht zweifelsfrei feststehen.
Speisewert und wichtige Vorsicht bei der Bestimmung
Der Speisewert verzweigter Pilze darf niemals allein aus ihrer Form, Farbe oder einem bekannten Namen abgeleitet werden. In der verwendeten Übersicht steht die Abgestutzte Koralle für „F – ungenießbar“, während die Amethystfarbene Koralle als „Essbar 4 – mittelmäßiger Mischpilz“ geführt wird. Diese Einträge gelten nur für die jeweils korrekt bestimmte Art.
Besonders heikel sind Funde mit violetten, gelben oder fleischfarbenen Ästen. Solche Farben können sich durch Alter, Feuchtigkeit und Druck verändern. Zudem sehen mehrere Arten der Gattung Ramaria ähnlich aus. Ein attraktiver Fruchtkörper ist daher kein verlässlicher Hinweis auf seine Bekömmlichkeit.
- „Essbar“ ist keine Bestimmung: Die Einstufung setzt voraus, dass die Art sicher feststeht.
- „Ungenießbar“ ist nicht dasselbe wie giftig: Der Begriff kann auf schlechte Verträglichkeit, zähe Konsistenz oder fehlenden Speisewert hinweisen.
- Kleine Mengen sind kein Test: Auch ein Probieren kann gesundheitliche Folgen haben.
- Ähnliche Arten bleiben riskant: Ein Vergleich mit Bildern ersetzt keine fachkundige Kontrolle.
Für die Küche sollten nur frische, eindeutig bestimmte Exemplare verwendet werden. Alte, matschige oder von Tieren angefressene Fruchtkörper gehören ohnehin nicht in den Kochtopf. Bei Unsicherheit bewahrt man den Fund getrennt auf und wendet sich an eine Pilzberatungsstelle. Fotos von Basis, Astspitzen und Anschnitt helfen dort bei der ersten Einschätzung.
Nach dem Sammeln sollten Hände, Messer und Korb gereinigt werden, besonders wenn unbekannte Arten mitgeführt wurden. Rohverzehr ist bei Korallenpilzen keine sinnvolle Option. Auch gründliches Garen macht eine falsche Bestimmung nicht sicher. Der schönste Pilz ist nicht automatisch der beste Speisepilz.
Pilzsuche und alphabetische Übersicht mit 4.081 Arten
Die alphabetische Übersicht mit 4.081 Pilzarten eignet sich als Nachschlagewerk, wenn ein Fund schnell einem Namen oder einer Pilzgruppe zugeordnet werden soll. Für verzweigte Fruchtkörper führt die Suche meist über Begriffe wie „Koralle“, „Riesenkeule“ oder „Keule“. So lässt sich prüfen, ob ein deutscher Name mehrfach verwendet wird und welche Gattung dahintersteht.
Jeder Eintrag verbindet drei Angaben: den Namen der Pilzart, die Gattung beziehungsweise Pilzgruppe und eine Speisewert-Kategorie. Diese Kombination ist nützlich, weil ein Trivialname allein oft zu ungenau bleibt. Die Übersicht nennt außerdem alternative Namen, etwa bei der Amethystfarbenen Koralle und der Violetten Koralle.
- Artname: erleichtert die Suche nach einer konkreten Bezeichnung
- Pilzgruppe: zeigt die systematische oder gebräuchliche Einordnung
- Speisewert: liefert eine erste Orientierung, aber keine Verzehrfreigabe
Am schnellsten funktioniert die Suche mit der integrierten Pilzsuchmaschine „PILZSUCHE“ oder über die Browserfunktion F3 beziehungsweise Strg+F. Suche dabei auch nach Schreibvarianten und Synonymen. Ein Fund kann unter einem älteren deutschen Namen gelistet sein, während aktuelle Fachliteratur einen anderen Namen nutzt.
Die Übersicht umfasst neben den üblichen Anfangsbuchstaben auch Ä, Ö und Ü. Dadurch bleiben deutschsprachige Namen mit Umlaut auffindbar. Bei seltenen Arten lohnt sich zusätzlich die Suche nach der Gattung, da ein einzelner Volksname regional unterschiedlich gebraucht werden kann.
Die Speisewert-Skala reicht von „Essbar 1“ für sehr gute Speisepilze bis „Essbar 5“ für minderwertige Mischpilze. „F“ steht für ungenießbar, „Giftig“ weist auf eine giftige Art hin. Solche Einstufungen können sich durch neue Erkenntnisse oder abweichende Fachauffassungen ändern. Fehler oder unklare Einträge können an info@123pilze.de gemeldet werden.
Für eine belastbare Recherche dient die Liste als Startpunkt: Namen und Synonyme helfen beim Eingrenzen, die endgültige Bestimmung erfordert jedoch eine unabhängige fachkundige Prüfung.
Fazit: Korallen erkennen und Zucht nur fachkundig angehen
Korallenpilze verbinden eine markante Gestalt mit einer anspruchsvollen Bestimmung. Die Rätsellösung „Korallen“ passt zur verzweigten Form, sagt aber allein nichts über Art, Verträglichkeit oder Zuchtfähigkeit aus. Für die Praxis zählt deshalb: Erst bestimmen, dann bewerten.
Die Übersicht mit 4.081 Arten ist dafür ein hilfreicher Wegweiser. Sie zeigt Namen, Pilzgruppen und Speisewert in einer gemeinsamen Struktur. Bei der Suche nach einem Fund helfen Synonyme und Gattungsnamen. Eine solche Liste ersetzt jedoch weder eine aktuelle Fachmonografie noch eine persönliche Beratung durch geprüfte Pilzsachverständige.
Für die Zucht gilt eine noch strengere Grenze. Echte Ramaria-Arten sind wegen ihrer Bindung an lebende Bäume keine unkomplizierten Kulturpilze. Ein Versuch im Garten oder auf einem Substratblock kann daher scheitern, selbst wenn das Myzel zunächst wächst. Unbekannte Kulturen sollten nicht in die Natur gelangen. Sie können lokale Lebensgemeinschaften verändern und stehen zudem unter möglichen rechtlichen Vorgaben.
- Beobachten: Fundort, Wirtsbaum und Entwicklungsstadium dokumentieren.
- Einordnen: Namen aus Übersichten mit aktueller Fachliteratur abgleichen.
- Absichern: Bei Speisepilzen eine anerkannte Pilzberatung nutzen.
- Schützen: Lebensräume schonen und keine fremden Kulturen ausbringen.
Wer Korallenpilze entdeckt, gewinnt also mehr durch genaue Beobachtung als durch vorschnelles Sammeln. Die Vielfalt bleibt spannend, gerade weil Form und Farbe nicht immer eine einfache Antwort liefern. Bei der Zucht sind Fachkenntnis, sauberes Arbeiten und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Lebensraum entscheidend.
Häufige Fragen zu Korallenpilzen und ihrer Zucht
Welche Pilzarten haben viele verzweigte Fruchtkörper?
Vor allem Korallenpilze der Gattung Ramaria bilden stark verzweigte, baum- oder buschähnliche Fruchtkörper. Auch einige Keulenpilze können Verzweigungen aufweisen, sind jedoch meist weniger reich gegliedert.
Sind alle Korallenpilze essbar?
Nein. Der Speisewert ist von der jeweiligen Art abhängig. In der Übersicht gilt die Abgestutzte Koralle als ungenießbar, während die Amethystfarbene Koralle als mittelmäßiger Mischpilz geführt wird. Eine sichere Artbestimmung ist vor dem Verzehr unbedingt erforderlich.
Woran lassen sich Korallenpilze erkennen?
Typisch sind ein gemeinsamer, meist kurzer Ansatz und zahlreiche Äste, die sich wiederholt teilen. Für die Bestimmung werden außerdem Farbe, Spitzenform, Verzweigungsart, Konsistenz, Basis, Anschnitt und Standort berücksichtigt. Ein einzelnes Foto reicht häufig nicht aus.
Kann man Korallenpilze zu Hause züchten?
Die Zucht echter Korallenpilze ist meist schwierig, weil viele Arten als Mykorrhizapilze mit lebenden Bäumen zusammenleben. Ein gewöhnlicher Zuchtblock reicht deshalb oft nicht aus. Die Fruchtkörperbildung bleibt selbst bei vorhandener Myzelbesiedlung häufig unzuverlässig.
Wo findet man Informationen zu Korallenpilzen und ihrem Speisewert?
Eine alphabetische Übersicht mit 4.081 Pilzarten enthält Namen, Pilzgruppen und Speisewert-Kategorien. Für die Suche eignen sich die Pilzsuchmaschine „PILZSUCHE“ sowie die Browserfunktion F3 oder Strg+F. Die Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine fachkundige Bestimmung oder Pilzberatung.



